Ausflüge, Begegnungen und Veranstaltungen gehören zum Alltag in den stationären Einrichtungen der Diakonie Kulmbach. Der Sozialdienst organisiert ein vielfältiges Programm und schafft damit Möglichkeiten für Bewohnerinnen und Bewohner, auch bei zunehmenden Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
„Ist denn der Sommer schon wieder vorbei? Ich denke doch immer noch an das schöne Johannifeuer, bei dem wir waren“, sagt eine Bewohnerin des Mainleuser Stifts der Diakonie Kulmbach. Während sie sich gerne an Veranstaltungen im Sommer erinnert, freuen sich andere Bewohnerinnen und Bewohner bereits auf die Konzerte und Veranstaltungen, die in der Adventszeit traditionell in den Einrichtungen stattfinden.
Für die kommenden Monate sind im Evangelischen Wohnstift und im Mainleuser Stift zahlreiche Termine geplant. Verantwortlich für die Organisation ist der Sozialdienst. „Uns ist wichtig, möglichst unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse unserer Bewohnerinnen und Bewohner zu berücksichtigen und ihnen vielfältige Möglichkeiten zur Begegnung und Teilhabe zu bieten“, erklärt Kristin Geppert vom Sozialdienst.
Raus aus dem Alltag
Ein wichtiger Bestandteil des Angebots sind regelmäßige Ausflüge. Spaziergänge, Besuche von Veranstaltungen oder Unternehmungen in der näheren Umgebung bieten die Möglichkeit, den gewohnten Alltag für einige Stunden hinter sich zu lassen.
„Raus aus dem Alltag, Neues entdecken, vertraute Orte wiedersehen oder gemeinsam ein Fest besuchen – solche Erlebnisse sind für unsere Bewohnerinnen und Bewohner etwas Besonderes“, sagt Geppert. Ausflüge schaffen neue Eindrücke, wecken Erinnerungen und ermöglichen Begegnungen außerhalb der vertrauten Umgebung.
Doch nicht alle Bewohner können jederzeit an einem Ausflug teilnehmen. Gesundheitliche Einschränkungen, eine eingeschränkte Mobilität oder das persönliche Bedürfnis nach Ruhe können dazu führen, dass jemand lieber in der Einrichtung bleibt.
Begegnungen in den Einrichtungen
Teilhabe findet deshalb nicht nur außerhalb der Einrichtungen statt. Auch vor Ort gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Begegnung und gemeinsame Aktivitäten.
Kindergruppen, Vereine, Künstler, Ehrenamtliche, Angehörige und Menschen aus der Nachbarschaft bringen regelmäßig Abwechslung und neue Impulse in den Alltag der Bewohner. Dabei braucht es nicht immer ein großes Programm. Ein gemeinsames Lied, ein Gespräch, eine Geschichte oder eine Tasse Kaffee können ebenso wertvolle Begegnungen schaffen.
Wie vielfältig diese Möglichkeiten sind, zeigen die vergangenen Monate: Gemeinsam mit den Kindern des DIE KITA Johann-Eck-Kindergartens feierten die Bewohnerinnen und Bewohner beispielsweise ein kleines Gartenfest und einen gemeinsamen Gottesdienst. Sabine Archner gestaltet regelmäßig gemeinsam mit den Senioren die Gärten der Einrichtungen. Dabei können auch Bewohner im Rollstuhl aktiv mitwirken und ihren grünen Daumen unter Beweis stellen.
Bei den Sommerfesten sorgte die Kulmbacher Showtanzgarde für Unterhaltung und animierte einige Bewohner sogar zum Mittanzen. Bei einem Auftritt der Harfengruppe „Vielsaitig“ wurde dagegen gemeinsam der Musik gelauscht und manche Erinnerung an frühere Zeiten geweckt.
Teilhabe hat viele Gesichter
Was einem Menschen Freude bereitet, kann bei einem anderen ganz anders aussehen. Während manche Bewohnerinnen und Bewohner gerne aktiv mitmachen, genießen andere eine Veranstaltung lieber in Ruhe oder beobachten einfach das Geschehen.
„Manchmal ist es nur ein ganz zaghaftes Lächeln, das uns zeigt: Mit dieser Idee haben wir jemanden erreicht“, erzählt Kristin Geppert. „Diese kleinen Reaktionen sind für uns genauso wertvoll wie sichtbare Begeisterung.“
Gemeinsam mit ihrem dreiköpfigen Team sorgt sie dafür, dass unterschiedliche Formen der Teilhabe im Alltag ihren Platz finden. „Mal geht es hinaus, mal findet das Angebot direkt bei uns in der Einrichtung statt“, beschreibt sie das Konzept. Beides hat seinen Wert: Ausflüge ermöglichen neue Eindrücke und Erlebnisse, Begegnungen in den Einrichtungen schaffen Nähe und machen Teilhabe auch für Menschen möglich, die nicht mehr so mobil sind.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Termine in den Kalender einzutragen. Entscheidend ist vielmehr, was eine Begegnung bei den Menschen bewirkt. Zeit miteinander zu verbringen, ins Gespräch zu kommen, Erinnerungen zu teilen oder gemeinsam etwas Neues zu erleben – darin liegt der eigentliche Wert.
Die Angebote des Sozialdienstes tragen dazu bei, dass die Bewohnerinnen und Bewohner Gemeinschaft erleben, Kontakte pflegen und ihren Alltag aktiv mitgestalten können. Dabei ist Teilhabe so vielfältig wie die Menschen selbst: Für den einen bedeutet sie einen Ausflug, für die andere ein Konzert, ein Gespräch oder eine gemeinsame Stunde im Garten.
Teilhabe für Senioren: Begegnungen und Aktivitäten bereichern...
...den Alltag in den Einrichtungen

