Informationsveranstaltung der Diakonie Kulmbach stieß auf positive Resonanz – Fachkräfte, Betroffene und Angehörige wollen künftig enger zusammenarbeiten
Anlässlich des Welt-Schlaganfalltags am 29. Oktober informierte die Diakonie Kulmbach über die Wiederaufnahme einer Selbsthilfegruppe für Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, und deren Angehörige. Der Informationsstand vor der Geschäftsstelle in der Klostergasse stieß auf großes Interesse. Neben Betroffenen und Angehörigen waren auch zahlreiche Fachkräfte und Vertreter der Stadt Kulmbach vor Ort. Schnell wurde deutlich: Der Wunsch nach Austausch, Unterstützung und einem gemeinsamen Netzwerk ist groß.
Nadine Hacker, Fachbereichsleitung KASA, und Jürgen Mertel, der künftig gemeinsam mit ihr die Leitung der Selbsthilfegruppe übernehmen wird, freuten sich über die positive Resonanz und die vielen Gespräche. Es sei schön, den Menschen in der Region mit diesem Angebot eine Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen, gegenseitig zu unterstützen und mit ihren Fragen nicht allein zu bleiben.
Wie wichtig ein solches Angebot ist, zeigte sich insbesondere in den Gesprächen mit Betroffenen und Angehörigen. Während Angehörige ganz praktische Fragen rund um die Herausforderungen des Alltags beschäftigten, schätzten die Betroffenen vor allem die Möglichkeit, eigene Erfahrungen mit Menschen zu teilen, die eine ähnliche Situation erlebt haben. Der Austausch auf Augenhöhe könne eine wertvolle Unterstützung sein und helfen, mit den Folgen eines Schlaganfalls besser umzugehen.
Fachliche Kompetenz und Vernetzung für Betroffene
Auch das Klinikum Kulmbach war mit Dr. Konhäuser und mehreren Kollegen vertreten. Neben ihm standen ein Physiotherapeut, eine Ergotherapeutin und eine Logopädin für Gespräche zur Verfügung. Damit konnten Interessierte unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und sich über verschiedene Aspekte der Versorgung und Rehabilitation informieren.
Heike Frankenberger vom BZO begrüßte ebenfalls die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Verbindungen zu schaffen. Auch Dr. Konhäuser und seine Kollegen freuten sich über die Möglichkeit, die fachliche Zusammenarbeit weiter auszubauen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass eine gute Vernetzung entscheidend dazu beitragen kann, Betroffene und ihre Angehörigen umfassend zu begleiten. Noch während der Veranstaltung wurde deshalb beschlossen, künftig weitere gemeinsame Aktionen und Informationsangebote für Interessierte und Betroffene auf die Beine zu stellen.
Mit dabei war auch Britta Weschenfelder, die eine Aphasie-Gruppe leitet. Perspektivisch soll Menschen nach einem Schlaganfall und ihren Angehörigen die Möglichkeit gegeben werden, das passende Gruppenangebot für ihre jeweilige Lebenssituation zu finden. Ob Austausch in der Selbsthilfegruppe, Unterstützung bei sprachlichen Einschränkungen oder fachliche Information – die verschiedenen Angebote sollen sich ergänzen und den Betroffenen Orientierung geben.
Ein wichtiges Angebot für die Stadt und die Region
Auch Frank Wilzok, zweiter Bürgermeister der Stadt Kulmbach, zeigte sich erfreut über das Engagement und die positive Resonanz. Er begrüßte ausdrücklich, dass die Selbsthilfegruppe in Kulmbach wieder ins Leben gerufen wird und Betroffenen sowie ihren Angehörigen damit erneut eine Anlaufstelle für Austausch und Unterstützung zur Verfügung steht.
Jürgen Dippold, Geschäftsführender Vorstand der Diakonie Kulmbach, freut sich ebenfalls über diese positive Entwicklung. Die neue Selbsthilfegruppe ist ein Angebot der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) der Diakonie Kulmbach und ergänzt das bestehende Unterstützungsangebot für Menschen in der Region. Die Erweiterung der Angebote sei ein wichtiger Schritt, um noch mehr Menschen zu erreichen und sie in unterschiedlichen Lebenssituationen zu begleiten und zu unterstützen.
Erstes Treffen Ende November
Die Veranstaltung am Welt-Schlaganfalltag hat gezeigt, wie wertvoll und notwendig ein solches Angebot ist. Aus den ersten Begegnungen sollen nun regelmäßige Kontakte und eine Gemeinschaft entstehen, in der Erfahrungen geteilt, Fragen gestellt und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich werden können.
Das erste reguläre Treffen der neuen Selbsthilfegruppe findet am Montag, 30. November 2026, von 14:30 bis 16 Uhr im Café im Mainpark statt. Anschließend sind die Treffen jeweils am letzten Montag im Monat geplant.
Eingeladen sind alle Menschen, die selbst einen Schlaganfall erlebt haben, sowie deren Angehörige. Auch wer sich zunächst nur informieren oder unverbindlich vorbeischauen möchte, ist herzlich willkommen.
Kontakt und weitere Informationen:
Jürgen Mertel (Leitung Selbsthilfegruppe)
Telefon: 0178 1915304
Nadine Hacker (Fachbereichsleitung KASA)
Telefon: 0151 18822650
E-Mail: hacker@~@diakonie-kulmbach.de
Die Diakonie Kulmbach freut sich darauf, gemeinsam mit den Betroffenen, Angehörigen und Kooperationspartnern ein starkes Netzwerk aufzubauen, das Menschen nach einem Schlaganfall und ihren Familien Halt, Orientierung und neue Perspektiven bietet.



